In einem bärenstark besetzten Feld sicherte sich Marvin Frisch (WYC) nach einem überragenden ersten Wettkampftag den Gesamtsieg vor Frederick Eichhorst (PYC) und Ingmar Vieregge (DYC). Bei leichten Winden aus Nordost und strahlendem Sonnenschein fiel die Entscheidung jedoch erst im letzten Rennen der Serie. Chancen auf den Herbstpokal hatte bis zum alles entscheidenden sechsten Lauf auch noch Ingmar Vieregge. Doch ein Frühstart machte alles zu Nichte. Im Interview gab er später schmunzelnd zu, "einfach nicht aufgepasst" zu haben.
 
Richtig aufgepasst hatte am Sonntag indes Frederick Eichhorst. Mit zwei Tagessiegen setzte er Marvin Frisch noch einmal gewaltig unter Druck. Der spätere Sieger durfte sich trotz seiner drei Tagessiege und einem dritten Platz vom Vortag keinen Ausrutscher erlauben. Letztlich behielt der amtierende Deutscher Meister die Nerven und rettete mit einem fünften Platz in der sechsten Wettfahrt den Sieg. Dass es am Ende einfacher aussah als es war, gab Marvin später im Gespräch mit Wettfahrtleiter Martin Böhmert unumwunden zu. Vor allem die "langen Kurse" machten ihm aufgrund der Anspannung zu schaffen.
 
Frederick Eichhorst trauerte noch ein wenig dem Sonnabend nach. Das lag natürlich nicht am nasskalten und regnerischen Wetter, das den Teilnehmern wirklich alles abverlangt hatte, sondern am Frühstart in der vierten Wettfahrt. "Mir fehlte im entscheidenden Moment einfach die Konzentration" bilanzierte Eichhorst.
 
Pechvogel des Tages war indes Philipp Steenbruck. Sein gebrochener Zeh schmerzte so sehr, dass er die Regatta aufgeben und ins Krankenhaus fahren musste. Sonnabend hatte er sich noch tapfer durchgebissen und von Rennen zu Rennen steigern können. Wir wünschen auf alle Fälle gute Besserung.
 
Insgesamt blicken alle auf ein tolles Sportwochenende zurück. "Sechs Wettfahrten in zwei Tagen, bei zwar ungemütlichen aber fairen Bedingungen, was will man mehr?" freute sich Chef-Organisator Heiko Seelig. Das eine Protestverhandlung in letzter Sekunde die Siegerehrung noch verzögerte, tat dem reibungslosen Ablauf der Veranstaltung keinen Abbruch. Für ihr gutes Management werden die Ausrichter an der Spree Jahr für Jahr durch die Teilnahme von erstklassigen Seglern belohnt. Neben einigen internationalen Gästen aus den USA, Polen und den Niederlanden, war in diesem Jahr das gesamte WM-Team und der Großteil des EM-Teams am Start. Über den siebten Platz von Lokalmatador Philipp Loewe (YCBG) waren die Vereinsmitglieder daher besonders stolz.
 
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr und bedanken uns bei allen Helfern für die tolle Unterstützung.

Hier das Endergebnis (https://www.ycbg.de/fileadmin/Datenablage/2010/Ergebnisse/11._Opti-Herbstpokal_Opti-A_01.pdf) nach sechs Wettfahrten. (Linkadresse bitte über Kopieren und Einfügen aufrufen, die Linkgenerierung funktioniert z. Zt. nicht.)
 Twitter: @herbstpokal

IDM_Ixylon_2010_Zwischenergebnisse.pdf

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