Ich bin Piet, ich bin 8 Jahre alt und ich war am 13. und 14. Juni 2026 das erste Mal bei der Opti B Landesmeisterschaft in Berlin dabei.
Zusammen mit meinen Freunden Albrecht und Friedemann vom Yachtclub Berlin Grünau bin ich da gestartet. Es waren insgesamt 63 Kinder gemeldet, also schon ein großes Teilnehmerfeld.
Am Samstag haben wir uns morgens um 09:30 Uhr im Berliner Yachtclub am Wannsee getroffen. Eigentlich wurde die Regatta SC Gothia ausgerichtet, aber das war ein Stück weg. Deshalb standen unsere Boote beim Berliner Yachtclub, damit wir schneller auf der Bahn sind. Albrechts Papa und mein Papa haben uns an dem Wochenende betreut und wir haben zusammen erstmal unsere Boote aufgebaut und das Schlauchboot fertig gemacht.
Ich war schon ganz schön aufgeregt, weil es meine erste Berliner Meisterschaft war. Und dann kam noch dazu, dass ziemlich viel Wind angesagt war – so 15 bis 20 Knoten. Robert hat vorher gesagt, dass es heute vor allem darum geht, einfach durchzuhalten und jede Wettfahrt zu Ende zu segeln – egal ob man kentert oder es anstrengend wird. Das habe ich mir die ganze Zeit gemerkt.
Wir sind dann rechtzeitig losgeschleppt zur Regattabahn und haben uns noch ein bisschen eingesegelt. Als der erste Start kam, war ich richtig nervös. Aber ich bin ganz gut weggekommen und war sogar vorne mit dabei. An der ersten Tonne war ich richtig weit vorne, ich glaube Dritter. Das war ein mega Gefühl!
Es war aber auch echt schwer, weil der Wind ziemlich stark war und immer mehr wurde. Ich musste richtig doll ausreiten um mein Boot gerade zu fahren und viel mit der Großschot arbeiten. Ich bin dann am Samstag einen 11., einen 4. und einen 13. Platz gesegelt. Ich fand das richtig gut für mein erstes Mal, vor allem bei so viel Wind.
Nach den Rennen sind wir wieder zurück zum Berliner Yachtclub gefahren, haben die Boote abgebaut und sind nach Hause gefahren. Ich war richtig kaputt, aber auch total glücklich.
Am Sonntag sind wir wieder früh los. Als wir ankamen, sah das Wetter aber erstmal richtig heftig aus. Der Himmel war ganz dunkel, es hat angefangen zu regnen und der Wind war noch stärker als am Tag davor. Wir haben erstmal die Segel wieder runtergenommen und gewartet. In einem Container vom BYC haben wir besprochen, was wir machen.
Robert hatte dann die Idee, dass wir die Boote auf den Slipwagen zum SV 03 rüber schieben, weil es dort etwas geschützter war und wir auch schneller auf die Bahn kommen.
Wir haben die Boote dann da eingesetzt und mein Papa ist mit dem Schlauchboot rumgefahren. Nach kurzer Wartezeit auf dem Wasser ging es tatsächlich nochmal an den Start!
Der Start war diesmal nicht so gut bei mir, ich war erstmal ziemlich weit hinten. Aber dann habe ich einfach alles gegeben. Ich bin richtig schnell gesegelt und habe ein Boot nach dem anderen überholt. Auf einmal war ich wieder unter den ersten 5 Booten, also echt weit vorne. Das hat Spaß gemacht!
Die Böen waren inzwischen aber richtig stark, bestimmt mehr als 25 Knoten und irgendwann wurde es einfach zu viel. Dann wurde das Rennen abgebrochen. Ein Boot kam zu mir und hat gesagt, ich soll aufhören. Ich war ein bisschen verwundert, weil es gerade so gut lief, aber ich war auch stolz, dass ich das geschafft habe.
Am Ende wurden nur die Rennen vom Samstag gewertet. Ich bin insgesamt 6. geworden und sogar 2. in der U10-Wertung. Ich konnte das erst gar nicht glauben und habe mich riesig gefreut! Albrecht und Friedemann waren auch richtig gut und wir haben alle drei Pokale bekommen. Bei der Siegerehrung beim SC Gothia gab es sogar Kaiserschmarrn, der war richtig lecker und ein perfekter Abschluss für das Wochenende.
Ich fand die Regatta richtig cool, auch wenn es super anstrengend war mit so viel Wind. Ich habe super viel gelernt und bin total stolz, dass ich das geschafft habe.
Nächstes Jahr will ich Berliner Meister werden und den noch dickeren Pokal mit nach Hause nehmen!
Und danke an Robert und meinen Papa, dass ihr uns so gut betreut habt und uns geholfen habt, auch bei so schweren Bedingungen durchzuhalten. 😊
Viele Grüße,
Euer Piet
GER 1737







