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18.01.2010 11:30 Alter: 8 yrs
Kategorie: Jugend
Von: Mick Mönnig

BIC 293 Junioren EM Cadiz zum Jahresende

Hohe Wellen, jede Menge Wind und nur elterliche Betreuung abverlangten von unseren Startern alles.


Europameisterschaft der Junioren im „BIC Techno 293“ U 17

Cadiz/Spanien (27.12.09-04.01.10)

 

von Mick Mönnig / GER-610

 

 

Über die Jahreswende trafen sich im spanischen Cadiz 289 Windsurfer aus 21 Nationen. 

Vom YCBG gingen Vasilissa Barta und ich an den Start. Die Vorhersage versprach für die ersten Tage starken bis stürmischen Wind und so kam es bereits am Trainingstag zu reichlich Materialbruch und einigem Personenschaden. Als einzige Nation ohne Betreuung auf dem Wasser, wurde uns auf Grund der extremen Bedingungen vom Veranstalter das Trainieren untersagt.

Der erste Wettkampftag begann mit über 30 Knoten Wind und 4-5 m hoher Welle, was es

für etwa 2/3 unseres U17-Feldes einschl. mir unmöglich machte zu starten, da wir nicht gegen

die brachialen Wellen ankamen. Die starke Strömung und das viele Treibgut im Wasser taten ihr Übriges und ich war froh, dass uns die Wettfahrtleitung, zumindest für die Rennen, ein Coach-boot stellte . Die BIC–Mädchen und alle anderen Klassen durften erst gar nicht aufs Wasser.

 

Am Folgetag schien sich das Meer ein wenig zu beruhigen jedoch legte der Wind mit über 33 Knoten zu. Auch diesmal wurden die U17-Jungen, aber jetzt auch die Mädchen, zum Start geschickt. Meine Enttäuschung war unendlich groß als ich nach der dritten Tonne aufgeben musste und kam, wie so viele andere, ohne Ergebnis aus nun insgesamt 4 Rennen zum Strand zurück. Das Goldfleet war für uns gelaufen.

Über 6 Meter Welle und mehr als 100km/h Windgeschwindigkeit boten dann am Silvestertag  ein grandioses Naturschauspiel, ließen aber nicht einen der Teilnehmer den Hafen verlassen.

 

Der Neujahrstag ließ (typisch spanisch) nur einen Kurs zu und so wurden bei 4-6 Knoten Wind zunächst die BIC-Mädchen gestartet. Vasilissa erreichte an diesem Tag einen 28. und 19 Platz. 

Mit 10-15 Knoten Wind und wieder deutlich mehr Welle belegte ich am vorletzten Tag in beiden Rennen im Silberfleet den Platz 20. Ich hatte das Gefühl immer besser mit den für uns sehr unge-wohnten Bedingungen zurechtzukommen und schlief so am Abend viel besser ein. 

 

15- 23 Knoten ließen Vasilissa am Abschlusstag  den 27. Platz erreichen und so wurde sie von den 36 Mädchen trotz der fünf DNC gesamt noch 32.. Nach gelungenen Starts belegte ich einen 16. und am Schluss einen 7. Platz, was am Ende den Rang 72 von 104 Startern bei den Jungen bedeutete.

Wir beide nahmen am Ende viele unglaubliche Eindrücke mit, die uns in unserem Sport sehr weiterhelfen werden. Letztendlich waren wir aber auch froh, die Regatta gesund und ohne Schaden überstanden zu haben. Von den inzwischen doch recht zahlreichen Events die ich bereits erleben durfte war es leider das organisatorisch schlechteste. Die spontane Hilfe von

Trainern anderer Nationen, wie denen aus Israel oder Belgien uns gegenüber hat uns erstaunt und begeistert.  

         

17.01.2010