< YCBG-Team gewinnt Mannschaftspokal
21.07.2008 10:31 Alter: 9 yrs
Kategorie: Jugend
Von: Ernst Schliemann

Bronzemedaille für Oliver-Tom bei der ISAF Youth WM

Oliver-Tom gewinnt Bronze Medaille im Surfen bei der ISAF Youth WM in Aarhus, Dänemark


Nach vierundzwanzig Jahren ist es einem Windsurfer wieder gelungen, bei den ISAF Youth Worlds eine Medaille für Deutschland zu gewinnen.
1984 hatte Knut Budig die Goldmedaille geholt - jetzt bringt Oliver-Tom Schliemann vom Yachtclub Berlin Grünau die Bronzemedaille aus Dänemark mit.  Die Windsurferinnen , welche im letzten Jahr durch Moana Delle eine Silbermedaille gewinnen konnten, kamen diesmal in einem sehr stark besetztem Feld mit Joanna Wimmer auf den neunten Platz.

Die Bronzemedaille blieb dann auch die einzige Trophäe des DSV Teams, welches sich ansonsten einer erdrückenden Übermacht der Briten, Neuseeländer und Australier gegenübersah - und dem kleinsten Team Cypern, welches mit drei Teilnehmern gleich zweimal Gold mit nach hause nehmen konnte.

Oliver-Tom, der wegen anstehender Schulprüfungen nur wenige Tage vor der WM mit dem dort gefahrenen 8.5 qm Segel trainieren konnte, gewann insgesamt drei Wettfahrten und  wurde zwei  mal zweiter, zum Schluß betrug der Abstand auf den ersten nur 8 und auf den zweiten sogar nur 4 Punkte. Vor allem in der letzten Wettfahrt, welche OT mit gut 500 m Vorsprung vor den Silber- und Goldmedaillengewinnern gewann, zeigte sich, wie gut der Bundestrainer Diederik Bakker seinen Schützling auf die Gegner eingestellt hatte.

Massivst beeinträchtigt wurde das Windsurfen durch katastrophale 20 Materialfehler und Versagen des Materialserviceteams von Neil Pryde. Die neu angelieferten Finnen brachen serienweise, zeitweise war kein Ersatz vorhanden oder der Servicemanager hatte sogar notwendiges Werkzeug zum Austausch nicht parat.  Besonders betroffen hiervon war der Neuseeländer Josh Nixon, dem eine halbe Stunde vor dem Start des ersten Rennens die Finne abbrach . Neil Pryde brauchte dann sage und schreibe 2 Stunden, um eine Ersatzfinne aufzutreiben und diese zu montieren, da das Serviceboot dann auch noch keinen passenden Schraubendreher an Bord hatte. Für den als Favoriten geltenden Topsurfer fielen dann die ersten beiden Rennen aus - die Regattaleitung lehnte dann auch noch den Antrag auf Wiedergutmachung ab.