< Auftakt des Americas Cup beim YCBG
29.06.2007 08:54 Alter: 11 yrs
Von: Klaus Müller

Zwischenstand beim Americas Cup

Spannende Rennen beim Americas Cup 2007


Enges Americas Cup Finale, Stand nach vier Rennen 2:2

 

Gespannte Erwartungshaltung und wiederum volles Haus beim YCBG am Dienstag zur Originalübertragung des Americas Cup Finales vor Valencia. Alles stellte sich die  Frage, wie das Team Alinghi, das in Friedrichshagen quasi Heimstatus genießt, nach der sonntäglichen Niederlage den Ruhetag genutzt hat, um zur „Neuseelandform“ von 2003 zurückzufinden und seiner Favoritenrolle endlich gerecht zu werden? 

Was könnte Clubkamerad und Alinghi Sportdirektor Jochen Schümann seinem Team vermittelt haben, damit die im Race 2 gemachten Fehler sich nicht wiederholen würden? Großbildleinwand und Virtualspactater sollte den wiederum zahlreichen Zuschauern, darunter auch wieder Schümanns langjähriger Trainer Bernd Dehmel, Jochens Exvorschoter Bernd Jäkel, Jörg Pfeiffer und Bernd Zirkelbach, ehemaliger Aero Sail Trainer und jetziger Coach des Hanseatic Lloyd Teams, Aufschluss geben . Was sie zu sehen bekamen, verschlug ihnen die Sprache. 360 m Rückstand an der ersten Tonne – für Alinghi, weil man wieder nicht mitging. Pech für die Kiwis und Riesenglück für Alinghi als der Bowman der Neuseeländer beim Wegholen kurzzeitig ins Wasser ging und sich das 500qm Tuch in den Holepunkt der Genua zog. Alinghi war wieder dran, konnte auf der Kreuz passieren und ging mit 85m Vorsprung auf die Zieldiagonale. Und wieder lies man den Gegner, zwar nicht aus den Augen, aber mit einem zeitweiligen Seitenabstand von 1250 m, fast nur noch mit dem Fernglas auszumachen, fahren! Offenbar ist die SUI 100 bei Windstärken unter 10 kn auch nicht schneller als der Gegner. Das Ergebnis ist bekannt. Es stand 2:1 für Neuseeland! Nicht nur in der „Alinghi“- Messe des YCBG wurde laut darüber diskutiert. So genau wie man Jochen Schümann in seinem Club kennt, war man der Überzeugung, dass er in Valencia mit dem Team in gehobenerem Ton als sonst üblich das Rennen auswerten würde. Jemand der mit ihm telefoniert hat, meinte, dass er „sehr wenig gesagt hat.“  

Es muss aber wirksam gewesen sein, denn im Race 4 am Mittwoch sah man eine Vorstellung von „Alinghi“ in alter, gewohnter, disziplinierter Souveränität. Vom Start bis ins Ziel kontrolliert Offensive mit Sieg. Diesmal waren auch die Experten am Müggelseedamm zufrieden und ohne Kritik. Vor dem zweiten Ruhetag  ein Zwischenstand von 2 : 2. Es bleibt spannend. Auch am Freitag wird es beim YCBG wieder ein volles Haus geben. 

 

Klaus Müller